AK Wirtschaft der SPD Frankfurt

Nachrichten zum Thema Stadtpolitik

Am Puls des Industriestandorts Frankfurt
Industriepark Fechenheim

Am 25.08.2021 besuchte der AK Wirtschaft den Industriepark Fechenheim, um im Gespräch mit verschiedenen Akteur*innen mehr über die Krisenbewältigung in der Industrie zu erfahren und auch um Impulse für Politik für die Zeit nach der Pandemie zu erörtern. 

Ob UV-Blocker für Sonnencremes oder Anti-Schuppen Shampoo - was wahrscheinlich schon (fast) jede/jeder benutzt hat - das wird bei Allessa im Industriepark Fechenheim hergestellt. Direkt am Main und der Hanauer Landstraße befindet sich der zweitgrößte Industriepark Frankfurts. Was 1870 mit Gründung der  "Frankfurter Anilinfarbenfabrik Gans & Leonhardt" mit 15 Beschäftigten begann ist heute ein 43 ha großes Gelände auf dem knapp 25 Unternehmen mit rund 1.000 Beschäftigten. Neben Chemikalien als Grundlage für Kosmetika und Pflegeprodukte stellt Allessa auch Produkte für die Pharmaindustrie her. Die breite Produktpalette hat insbesondere in den vergangenen Monaten der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Lieferengpässen eine stabile Auftragslage und damit die rund 500 Arbeitsplätze gesichert. Neben einem Rundgang über das Gelände diskutierte der AK Wirtschaft mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat insbesondere über die Lage auf dem Arbeitsmarkt und die Schwierigkeit geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden. Ein Thema welches auch schon vor der Pandemie an Problem dargestellt hat und kurzfristig keine Besserung in Sicht zu sein scheint. Der AK Wirtschaft betonte, dass Schulinfrastruktur und eine gute Ausbildung ein wichtiger Standordfaktor sind und wird dieses Thema weiter aufgreifen. 


 

Der AK Wirtschaft im Industriepark Höchst
Industriepark Höchst

Am 25. September haben wir uns den Industriepark Höchst angesehen. Wir starteten mit einem intensiven Austausch mit der Geschäftsführung der Infraserv, dem Betreiber des Industrieparks. Jürgen Vormann und Dr. Joachim Kreysing standen uns über eine Stunde Rede und Antwort. Mit einer Rundfahrt über das gesamte Areal und der Besichtigung der Biogasanlage verließen wir nach rund 2,5 Stunden das Areal wieder. Wir lernten den Standortbetreiber des Industrieparks Höchst kennen und damit die klassischen Industrieherausforderungen: Infrastruktur (Logistik, Energie), aber auch Umweltthemen, z.B. Auflagen, Genehmigungsverfahren sowie weitere Rahmenbedingungen für die produzierende Industrie. Der Industriepark überzeugt insbesondere durch geschlossene Kreisläufe und in der eigenen Energieversorgung. Insbsesondere die Offenheit für erneuerbare Energien konnte der AK Wirtschaft feststellen, sowie auch einige Impulse mitnehmen. Diese sind z.B. die Notwendigkeit von langfristig verlässlichen Rahmenbedingungen (Förderung etc.) für Investitionen in erneuerbare Energien, sowie auch der Mangel an adäquaten Bewerbungen für die vielen Ausbildungsstellen, die es im Industriepark gibt.